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CASE DM

dm: Mit der Hoheit über Inhalte und Daten

Die Drogerie dm spielt ihre Live-Shopping-Formate über die eigene App aus. Mario Bertsch, Bereichsleiter eCommerce & Datamanagement bei dm, erzählt, welche Vorteile das bringt und warum dm dabei auf das Know-How der Industrie angewiesen ist.

Egal ob der Frühjahrsputz ansteht, sich die Geburt des Babys ankündigt, die Erstausstattung wichtig wird oder Schminktipps von Nöten sind: Die Drogerie dm hat seit Kurzem auf jede dieser Fragen eine Antwort. Und zwar live und interaktiv. Mitte Februar 2022 ist das Karlsruher Unternehmen ins Live-Shopping eingestiegen. Seitdem finden regelmäßig Sessions direkt in der dm-App statt.

Den Anfang machte Beauty-Ikone Judith Williams, die vor laufender Kamera ihre neuen Produkte vorstellt. Es folgten die Langhaarmädchen mit ihrer gleichnamigen Haarpflegelinie, die Putzmittelmarke Love Nature aus dem Hause Henkel oder die Naturkosmetikmarke Santé aus dem L'Oréal-Konzern, die sich GSZS-Schauspielerin Anne Menden als Testimonial vor die Kamera holte.

"Wir haben bereits vor eineinhalb Jahren angefangen, uns dezidierter mit dem Thema zu beschäftigen", sagt Mario Bertsch, Bereichsleiter E-Commerce & Datamanagement bei dm. "Jetzt ist die Technik so weit, dass wir uns damit rauswagen können, um die Rückmeldung unserer Kunden dazu zu erfahren."

Auch wenn es verschiedene Plattformen und externe Anbieter gibt, über die dm seinen Live-Content ausspielen könnte, stand für die Drogerie nie zur Debatte, die Sessions woanders, als über die eigene App auszuspielen. Wer zuschauen möchte, muss sich die App runterladen und ein Profil anlegen. Dm weiß also genau, wer zuschaut, und kann die Daten beispielsweise mit dem Kundenkonto verknüpfen.

Auch an den Regalen in den dm-Märkten machen kleine Schilder auf das neue Format aufmerksam. (Foto: Lena Herrmann)