Analyse
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Neue Wege für das Newsletter Marketing: WhatsApp und LinkedIn
Der klassische E-Mail-Newsletter erhält Konkurrenz: Was im Endkundenbereich WhatsApp-Maillisten sind, stellen im Business-Umfeld die neu aufgekommenen LinkedIn-Newsletter dar. Wie funktionieren die Formate? Für wen sind sie geeignet? Und was bedeuten sie für das konventionelle E-Mail Marketing?
Es war ein doppelter Paukenschlag, als Rewe Mitte 2022 erst ankündigte, seine gedruckten Angebotsprospekte ab 2023 einzustellen und dann als Ersatz für das Printformat den neu eingerichteten wöchentlichen WhatsApp-Newsletter ins Feld führte. "Rewe verschreibt sich seit Jahren in der Unternehmensstrategie konsequent der Nachhaltigkeit und transformiert in diesem Sinn sukzessive und erfolgreich Prozesse und Angebote. Vor allem auch mittels Digitalisierung - und zwar dort, wo sich für Kunden und Kundinnen Mehrwert ergibt", erklärt Bastian Tassew, Head of CRM & Owned Media, den Wechsel von Print zu WhatsApp. "Mit Meta und WhatsApp haben wir einen weiteren guten Weg gefunden, der unseren Kunden und Kundinnen regionale Angebote und relevante Informationen auf eine leicht zugängliche Art und Weise bietet."
Dabei ist Rewe nicht das einzige Handelsschwergewicht, das auf WhatsApp setzt: Auch Obi und Aldi verbreiten ihre Newsletter bereits seit einiger Zeit über den Messaging-Dienst. Ein ähnliches Phänomen lässt sich zudem im B2B-Bereich beobachten, wo das bis dato ganz auf den E-Mail-Kanal ausgerichtete Newsletter-Marketing durch neue Formate auf LinkedIn und anderen Business-Plattformen Konkurrenz bekommt. Hier zählten Wirtschaftsmedien wie Financial Times und das Wall Street Journal oder Beratungsfirmen wie Boston Consulting Group und EY zu den First Movers. Sowohl im B2B- als auch im Endkundenbereich stellt sich damit die Frage: Welche Rolle spielen die neuen Kanäle für die Newsletter-Kommunikation? Und wird dadurch das E-Mail Marketing in seiner Definition erweitert oder gar infrage gestellt?
