CASE KNEIPP

Naturkosmetik-Brand

So trotzt Kneipp dem Spartrend – und wächst sogar

Gerade viele Nachhaltigkeitsmarken trifft die Inflation doppelt hart. Zum einen wachsen die Rohstoffpreise stark, zum Teil sogar um ein Vielfaches. Zum anderen sparen die Konsument:innen und greifen statt zum teuren Ökoprodukt immer häufiger zur günstigen Alternative. Besonders, wenn diese nebeneinander im Regal stehen.

Die Naturheilkundemarke Kneipp schafft es trotz allem, dass ihre Umsätze in den populären Bereichen Dusche und Lippenpflege wachsen. Mit einer Strategie, die nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich nachhaltig ist.

Die Zahlen der GfK sind eindeutig. Die Deutschen sparen angesichts der Rekordinflation. Aber sie sparen nicht überall. Reisen zum Beispiel bleiben bisher weitgehend unberührt von der Konsumzurückhaltung. Im Supermarkt oder der Drogerie werden die Konsument:innen dagegen preissensibler. In den Bereichen Lebensmittel und Körperpflegeprodukte kaufen sie weniger, greifen auf Angebotspreise zurück oder steigen auf günstigere Eigenmarken um.

Im Einzelhandel ist in den ersten drei Monaten diesen Jahres der Anteil von Eigenmarken am Gesamtumsatz um 35 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal im Vorjahr gewachsen. Für 36 Prozent der Deutschen ist aktuell der Preis das wichtigste Kriterium bei der Kaufentscheidung.

Viele Produkte sollen der Beschreibung zufolge etwas mit den Nutzenden machen, zum Beispiel gute Laune verleihen (Foto: Kneipp).